Kommende Karmaseminare in Deutschland
In den letzten Jahren gab ich Seminare und Vorträge zumeist im Ausland - in Norwegen, Portugal, Spanien, Italien und Russland. Nach Russland geht die Reise wieder gegen Oktober mit einem Seminar und einem Vortrag in Moskau. Danach wird es wieder öffentliche Veranstaltungen mit mir in Deutschland geben. Am Anfang November nehme ich teil an den Forschungs- und Arbeitstagen der Kulturgemeinschaft Fakt 21 in Bochum. Die Veranstaltung wird mitarrangiert von der Anthroposophischen Gesellschaft NRW, und findet statt in Witten im Ruhgebiet. Am folgenden Wochenende steht ein Seminar in Saarbrücken bevor zum Thema Freiheit und Karmapraxis, und im Januar 2010 ist ein Seminar ebenfalls in Saarbrücken geplant mit dem Titel Anthroposophie, Reinkarnation und Sexualität. Nun näheres zu diesen Veranstaltungen:
Karmapraxis
Konkrete Schritte im Umgang mit Schicksalsfragen - Ein Forschungs- und Übungstag mit Carla van Dijk, Coenraad van Houten, Christoph von Keyserlingk, Heide Oehms, Jostein Sæther, Michael Schmock und Hans Supenkämper.
von Freitag, den 6. November 2009, 19.00 Uhr
bis Samstag, den 7. November 2009, 17.30 Uhr
Blote-Vogel-Schule, Witten
Konkrete Menschenbegegnungen und biographische Erlebnisse können die Frage nach dem Schicksal aufwerfen: Warum ist mir dieser Mensch in der Art begegnet? Was bedeutet diese konkrete Erfahrung für mein Leben? Wie kann ich das besser verstehen? Wie kann ich bewusster mit den Folgen umgehen?
Die Menschen werden auf diesem Felde immer sensibler. Die Lebensereignisse und die Begegnungen werden durchsichtiger. Ein zunehmender Grad an Wachheit und Bewusstheit prägt das soziale Leben. Gleichzeitig werden Grenzen des Verstehens erlebt, die nach konkreten, weiterführenden Methoden suchen, die Wirkungen des Schicksals zu erkennen.
Die Zukunft des sozialen Lebens wird von einem Zuwachs an individuellen Fähigkeiten auf diesem Gebiet abhängen. Darin liegt auch eine zentrale Aufgabe der Anthroposophie: Karmaerkenntnis. Welche methodischen Schritte sind hier möglich und wie komme ich selber in diesem Vorgang einen Schritt weiter?
Der Thementag will bewusst verschiedene Forschungsansätze auf diesem Felde sichtbar machen und dadurch Ihnen die Möglichkeit geben, zu eigenen Erfahrungen und Erkenntnissen zu gelangen. Seien Sie herzlich eingeladen, konkrete, methodische Zugänge zur Karmafrage gemeinsam mit den sieben Referenten zu untersuchen.
Näheres über die Anmeldungsformalitäten hier.
Freiheit und Karmapraxis
Seminar im Strohhaus, Altenkessel, am 21.-22. November 2009
Karma ist das Gesetz von Ursache und Wirkung auf geistiger Ebene, wie die Mechanik das Gesetz von Ursache und Wirkung für die Materie ist. In jedem Augenblick im Leben zeigt unser Karma etwas, wie die Bilanz eines Unternehmers. Mit jeder Handlung, sei sie gut oder schlecht, vermehren wir unser Soll und Haben. Wer bei einer möglichen Handlung die Freiheit nicht beachtet, gleicht einem Kaufmann, der nicht wagt, das Risiko einer neuen Geschäftsunternehmung einzugehen, weil er sich immer auf dem gleichen Stand der Geschäftsbilanz halten möchte. (Frei formuliert nach Rudolf Steiner, 1906.)
Im Seminar werden Seelenübungen und Meditationen vorgestellt und geübt, um den gegenwärtigen individuellen karmischen Bilanz herbeizusteuern, damit wir besser unsere Lebensrichtung erkennen können. Dabei werden Rückblicke in die jetzige Biographie und gegebenenfalls in einem früheren Leben geübt, sodass Aspekte der vorgeburtlichen Intentionen erkannt werden können. Wenn wir karmische Motive und Aufgaben beispielsweise gegenüber jemand in der Familie oder im sozialen Umfeld erkennen, beeinträchtigt es nicht unsere Freiheit, sondern es hilft uns die Freiheit noch mehr mit dem aktiven Tun zu integrieren. Somit können wir ein Gesetz der sozialen Esoterik kennen lernen und verwirklichen.
Anthroposophie Reinkarnation Sexualität
Seminar im Strohhaus, Altenkessel, am 16.-17. Januar 2010
„Die höheren, edlen Gotteskräfte haben Verwandtschaft mit den ‚scheinbar’ niederen Kräften der Menschennatur. Das Wort ‚scheinbar’ muss hier in seiner ganzen Bedeutung aufgefasst werden. Denn es wäre eine vollständige Verkennung der okkulten Wahrheiten, wenn man in den Fortpflanzungskräften an sich etwas Niedriges sehen wollte. Nur wenn der Mensch diese Kräfte missbraucht, wenn er sie in den Dienst seiner Leidenschaften und Triebe zwingt, liegt etwas Verderbliches in diesen Kräften, nicht aber, wenn er sie durch die Einsicht adelt, dass göttliche Geisteskraft in ihnen liegt. Dann wird er diese Kräfte in den Dienst der Erdentwickelung stellen und die Absichten der charakterisierten höheren Wesenheiten durch seine Fortpflanzungskräfte ausführen. Veredelung dieses ganzen Gebietes und Stellung desselben unter göttliche Gesetze ist das, was die Geheimwissenschaft lehrt, nicht aber Ertötung desselben. Die letztere kann nur die Folge äußerlich aufgefasster und zum missverständlichen Asketismus verzerrter okkulter Grundsätze sein.“
Der Umgang mit der Sexualität setzt die Liebe voraus. Er integriert Aufrichtigkeit und Gesprächsgesinnung und pflegt das aufmerksame Bewusstsein, mit wem man zu tun hat, und die Frage, warum es zu intimer Begegnung überhaupt kommen darf. Können wir die Sexualität auch spezifisch veredeln, sodass die göttliche Geisteskraft, die in ihr verborgen ist – gemäß der oberen Zitat von Rudolf Steiner (in: Aus der Akasha-Chronik, GA 11, Dornach 1975. Seite 96f.) – gezielt im Dienst der Menschheit gestellt werden kann? In der östlichen Esoterik gibt es eine lange Tradition der bejahenden und wechselseitigen Berücksichtigung von Sexualität und Spiritualität. In den europäischen Traditionen wurden diese zwei Gebiete des menschlichen Lebens mit Recht eher strikt voneinander getrennt. Wie könnten wir heute diesen Gegensatz aufheben, in einer Zeit wo die Sexualität meist ohne spirituelle Perspektiven gelebt und immer mehr mit bizarren Praktiken verknüpft wird?
Das Seminar wird weder praktische Hinweise geben noch werden wir mit der Sexualität direkt üben. Dagegen werden wir durch Gespräche und Referate viele Fragen nachgehen: Wie können geistige Erfahrungen ein neues Licht auf die Sexualität werfen? Können wir aus den Erfahrungen mit der Liebe und mit der Sexualität etwas für die geistige Schulung lernen? Die Karmaerkenntnis und Rückblicke auf frühere Leben können alte Erfahrungen mit der Sexualität in früheren Kulturen bewusst werden lassen; wie können solche Erkenntnisse uns heute helfen, eine hoffnungsfreudige Zukunftsperspektive zu entwickeln?
Anmeldung und nähere Auskunft zu diesen beiden Seminaren: Im Strohhaus,
Lessingstr. 8, 66126 Saarbrücken. Telefon: 06898-8520820
Foto: Jostein Sæther, 2007 © Lotte Fischer
Freelancer - 22. Sep, 13:01
